Storytelling ist im Business Kontext nicht erst seit gestern in aller Munde. Und das zu recht. Richtig angewendet, ist Ihnen die Aufmerksamkeit Ihrer Zielgruppe sicher. Dafür sorgen biochemische Zusammenhänge und ein Rezept das aufgeht: Die Heldenreise.

In diesem Artikel erfahren Sie en Detail, warum Storytelling funktioniert und wie sie es in Strategie, Marketing und Vertrieb richtig anwendet. Ebenso finden Sie Beispiele für Anwendungszwecke.

Inhalte des Beitrags

Mit Storytelling aus Tausenden Botschaften hervorstechen

Jeden Tag prasseln unzählige Botschaften auf uns ein. Alle 11 Minuten schauen wir auf das Display unserer Handys. Wir empfangen im Schnitt 50 WhatsApp-Nachrichten und Scrollen durch 173 Meter Content (der Kölner Dom ist niedriger) am Tag. Und das ist ja nur ein Teil der Informationen. Deswegen haben wir alle einen „eingebauten“ Informationsfilter. Er stellt sicher, dass wir nur die Informationen aufnehmen, die uns wertvoll erscheinen. Diesen Informationen schenken wir unsere Aufmerksamkeit.

Dröge Zahlen oder plumpe Botschaften à la „Unser Wäscheweiß ist weißer“ beachten wir deswegen höchstens beiläufig. Und wenn wir ihnen unsere Aufmerksamkeit schenken, wecken sie nicht unser Interesse. Warum ist das so? Kontextlose Informationen berühren uns nicht. Weil Sie uns nicht betreffen. Deswegen machen sie uns nicht neugierig.

Anders ist das bei Geschichten. Sie fesseln uns. Rational vor allem aber emotional. Und Geschichten sind das Ergebnis von Storytelling. Und das gibt es schon seit biblischen Zeiten.

Nun kennen wir alle gute und schlechte Geschichten. Aber Achtung Spoiler: Es gibt ein Erfolgsrezept für gute Geschichten. Park Howell, Experte für Storytelling in Marketing und  Vertrieb und Storytellingpodcaster mit ca. 350 Folgen drückt es so aus:

„Man muss die Magie verstehen, um verzaubern zu können.“

In diesem Artikel erklären wir die Magie – umfassend. Möchten Sie sich nur einen kleinen Überblick verschaffen, empfehlen wir unseren kurzen Überblick über Storytelling als Video.

Storytelling funktioniert – die Wissenschaft dahinter

Für viele ist Storytelling nur eine Art Marketing-Gag. Doch es steckt deutlich mehr dahinter als „nur“ eine Geschichte zu erzählen. Und so ist Storytelling auch Gegenstand der Wissenschaft.

Wir lieben Muster

Unser Gehirn speichert nicht Objekte und Vorgänge. Unser Gehirn speichert Strukturen, die immer wieder gemeinsam auftauchen. Das Stichwort ist hier Muster. Bieten wir unseren Kunden also solche Muster, können Sie unsere Botschaften besser erinnern.

So hat auch jede gute Geschichte ein Muster. Sie enthält einen Protagonisten, eine Handlung, Störungen und eine Kernbotschaft.

Dem Anfang einer Geschichte kommt dabei ein besonderes Augenmerk zu. Neurowissenschaftlich ist es nämlich ökonomisch, wenn wir dem Anfang einer Geschichte einen höheren Informationswert zuschreiben. So können wir entscheiden, ob wir dieser Geschichte unsere Aufmerksamkeit schenken wollen oder nicht.

Geschichten wirken körperlich

Haben Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Zuhörer, sie quasi in die Geschichte hineingezogen, passiert etwas erstaunliches. Die Zuhörer „fiebern“ regelrecht mit. Das passiert insbesondere dann, wenn sie sich mit der Hauptfigur – idealerweise ein Held – identifizieren können. Und „fiebern“ trifft es dabei schon ganz gut. Denn wir reagieren sogar körperlich.

Drei Hormone werden in unserem Körper ausgeschüttet, wenn wir gelungenem Storytelling begegnen:

  • Cortisol ist ein Stresshormon. Der Körper schüttet es in Gefahrensituationen aus. Steht man einem zähnefletschenden Löwen gegenüber, macht Cortisol aufmerksam und mobilisiert die Kräfte. Wie Jeremy Smith schreibt, lässt sich dieser Effekt auch auslösen, wenn wir uns in die Charaktere einer Story hineinversetzen.
  • Oxytocin ist das „Kuschelhormon“.  Eine Umarmung kann auslösen, dass der Körper Oxytocin ausschüttet. ODER wenn Princess Leia endlich Han Solo offenbart, dass sie ihn liebt, fühlen wir mit – weil biochemisch das gleiche in uns passiert.
  • Dopamin lässt uns Spaß empfinden. Das kann passieren, wenn andere uns mit ihrem Lachen anstecken. Das müssen keine echte Menschen sein, sondern auch Charaktere einer Story.

Storytelling lässt uns also aufmerksam werden (Cortisol), wir fühlen mit/uns wohl (Oxytocin) und empfinden Spaß (Dopamin). Damit verankern Sie beim Storytelling also Ihre Botschaften auch emotional bei Ihren Zuhörern. Das erhöht noch einmal den Effekt, dass Menschen Muster an sich schon bessern erinnern können.

Das Rückgrat jeder Geschichte: Die Heldenreise

Damit die Story zur Ausschüttung von Cortisol, Oxytocin und Dopamin führt, muss sie einem Grundrezept, einem Framework folgen. Hier hat sich vor allem die Heldenreise bewährt. Aus neurowissenschaftlicher Sicht brauchen wir nämlich einen Helden, um unsere Handlungsspielräume und Möglichkeiten auszuloten. Wir stellen uns schlichtweg vor, dass wir dieser Held sind und was wir nun tun können.

Deswegen sollte es in Ihrer Story auch nicht um neckische Zugaben, Spaßkultur oder Ausflüge ins Paradies gehen, wie wir es so oft in Werbungen sehen. Damit Sie Ihre Zuhörer fesseln, muss Ihr Storytelling eher einer spannenden Abenteuerreise gleichen.

Von alten Legenden inspiriert

Wie sieht es also aus, das Muster eines guten Storytellings, einer guten Heldenreise? Diese Frage stellte sich auch Joseph Campbell Mitte des 20. Jahrhunderts. Er untersuchte unzählige Geschichten und Mythen weltweit. Dabei fand er ein immer wiederkehrendes Muster vor: die Heldenreise. Sie besteht aus 3 Phasen mit 17 Schritten. Hollywood Dramaturg Christopher Vogler adaptierte Campbells Heldenreise. Er verbindet Campbells Modell mit psychologischen Erkenntnissen Carl Gustav Jungs. Sie ist die Grundlage unzähliger Hollywooderfolge. Eine Story im Sinne Voglers läuft folgendermaßen ab:

Zunächst bricht der Held aus seiner gewohnten Umgebung auf. Hierzu wird er aufgefordert. Es gibt einen „Call to Adventure“. Er weigert sich, spricht dann mit einem Mentor, der ihn zum Aufbruch motiviert. Der Held überschreitet eine Schwelle (ohne Möglichkeit zurückzukehren) und begibt sich auf die Reise.

Dann beginnt das Abenteuer. Der Held muss Tests bestehen. Diese Tests drohen, ihn zu überfordern. Verbündete helfen ihm und Gegner behindern ihn. Er dringt zur schwierigsten Prüfung vor, die er schlussendlich auch meistert.

Jetzt kehrt der Held zurück. Er besteht letzte Prüfungen und tritt wieder in die gewohnte Welt ein. Durch das Abenteuer ist er jedoch zu einer anderen Person geworden. Zuhause wird der Held mit Anerkennung belohnt.

Gute Stories kurz erzählt

Neben diesem vielschrittigen Framework gibt es einfachere Frameworks, wie beispielsweise Freytags Pyramide. Die minimal überlebensfähige Geschichte beschreibt die Formel ABT. ABT steht für „and“, „but“ und „therefore“ („und“, „aber“, „deswegen“) und ist der kleinstmögliche Nenner für jede Geschichte. ABT beschreibt in verkürzter Weise den Spannungsaufbau einer guten Story. Eine umfassende Beschreibung dieses Frameworks findet sich in diesem Artikel.

Storytelling als Denkrahmen in Strategie, Marketing und Vertrieb.

Aus unserer Sicht ist Storytelling kein Instrument. Es ist ein Rahmen, ein Framework, mit dessen Hilfe sich ganzheitliche Ansätze entwickeln lassen. Im Wesentlichen orientieren wir uns dabei immer noch an Campbells Heldenreise. Allerdings greifen wir auf einen reduzierten Ansatz zurück. Park Howell hat die Heldenreise auf 10 Schritte reduziert. Dieser Ansatz hat sich in der Praxis bewährt.

Die Reise des Helden

Wir nutzen also diese 10 Schritte, um unsere Geschichte zu gliedern. So vergessen wir keinen wesentlichen Aspekt. Aber um diese 10 Schritte mit Leben zu füllen, verlassen wir uns nicht nur auf Talent oder Eingebungen. Wir unterfüttern diese 10 Schritte mit dem Einsetzen von etablierten Marketing-Instrumenten. Im Folgenden haben wir die 10 Phasen erläutert und beispielhaft Instrumente ergänzt.

Vorhang auf – der Aufbruch

Ausgangssituation

Der Anfang einer Geschichte muss für Aufmerksamkeit sorgen. Sie müssen hier verdeutlichen, warum Ihre Zuhörer betroffen sind. Hier entwerfen Sie das Bühnenbild für die erste Szene Ihres Storytellings. Dafür können Sie unter anderem folgende Instrumente nutzen:

ist eigentlich ein Tool aus dem Anforderungsmanagement bei der Softwareentwicklung. Allerdings eignet es sich hervorragend, Nutzverhalten und Alltagssituationen abzubilden und darüber zu diskutieren.

Ganz besonders hilft hier das Beobachten, also deskriptive Marktforschung. So bekommen Sie raus, wie sich „das wahre Leben“ abspielt. Ungeschönt und ohne eine Färbung aus der Erzählerperspektive. Wir empfehlen hierfür vor allem die qualitative Marktforschung.

Der Blick auf Konkurrenten, Kunden, Ersatzprodukte, Lieferanten und Wettbewerber liefert die möglichen Figuren, die in Ihrer Story vorkommen können. Helden, Bösewichte, Wegbegleiter.

Held

Der Held ist natürlich die Schlüsselfigur. In der Ausgangssituation müssen sich Ihre Zuhörer wiederfinden. Mit dem Helden müssen sie sich identifizieren können. Er – oder sie – ist der Stellvertreter für die Herausforderungen der Zuhörer. Durch den Helden möchten Sie wissen, wie diese Herausforderungen gemeistert werden können. Das führt natürlich auch dazu, dass Sie unterschiedlichen Zielgruppen, mitunter auch unterschiedliche Helden, präsentieren müssen.

Das Konzept der (Buyer) Persona hilft Ihnen, Ihren Helden zu beschreiben. Dabei kommt es aber vor allem auf die Motive der Persona an. Das, was die Persona umtreibt. Soziodemographische Merkmale helfen Ihnen „nur“, sich diese Person besser vorstellen zu können.

Im Rahmen des Storytellings identifizieren Sie mit der Segmentierung die Zuhörer, die hinter den Helden stehen. Sie „übersetzen“ die psychografischen Eigenschaften Ihres Helden in soziodemografische Eigenschaften Ihrer Zuhörer.

Einsatz

Im Allgemeinen sind wir Menschen ja eher bequem. Soll unser Held glaubhaft rüberkommen, wird es bei ihm auch nicht viel anders sein. Er wird sich daher wohl kaum auf eine Reise begeben, wenn nicht etwas für ihn auf dem Spiel steht. Für Frodo war es das Auenland, für Luke nicht weniger als die Freiheit der bekannten Zivilisation. Und auch, wenn es nicht immer ganz so heroisch ist. Ihr Held sollte etwas haben, für das es sich lohnt, die Komfortzone zu verlassen.

Das Value Proposition Canvas besteht aus der Value Proposition und dem Customer Profile. Insbesondere letzteres kann ein tiefes Verständnis darüber schaffen, was Ihren Kunden bisher Freude verschafft und worüber sie sich ärgern.

Sollten Ihre Zuhörer vor allem aus dem B2B-Segment kommen, hilft auch das Lesen von Geschäftsberichten. Hier erfahren Sie, worin Unternehmen momentan besonders gut sind und welche erarbeiteten Vorteile auf dem Spiel stehen.

Das Abenteuer beginnt – die Reise

Widersacher

„Und dann zog Frodo mit seinen Freunden los und sie erreichten frohen Mutes den Feuerberg…“ Hätte Tolkien die Zeilen so verfasst, wäre es sicher kein Beststeller geworden. Denn um Heldenmut zu beweisen, braucht Ihr Storytelling auch Widersacher. Auf der Hand liegen die personifizierten Widersacher. Böse Zauberer, Drachen, Ihr Wettbewerb. Aber Widersacher können auch in Ihrem Helden selbst liegen. Zum einen kann Ihr Held Unsicherheiten verspüren. Er weiß nicht, was ihm begegnet. Und das mögen die meisten Menschen nicht. Und zum anderen ist es der innere Schweinehund. Oder auch veraltete Ansichten, die einen Held zögern lassen.

Ihre Wettbewerber können für Ihren Helden zum Problem werden. Denn Sie können Ihren Helden davon abhalten, Ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Werte, innere Widersprüche und Motive sollten Bestandteil Ihrer Persona sein. So können Sie auch die inneren Hürden Ihres Helden beleuchten.

Mentor

Ein Held, der seine Abenteuer alleine erleben muss – das wäre irgendwie traurig. Deswegen gibt es in einem guten Storytelling immer eine Figur, die den Held begleitet. Ihn unterstützt. Das ist die Rolle des Mentors. Und das kann – und sollte – Ihre Rolle sein. Denn so wie der Mentor den Held unterstützt, sollen Ihre Zuhörer ja denken, dass Sie auch ihnen helfen können. Wichtig ist, dass der Held dem Mentor auch abnimmt, dass er wirklich helfen kann.

Ein Mentor erhält seine Rolle nicht per se. Denn der Held muss dem Mentor tief vertrauen können. Mit einem guten Purpose legen Sie Ihren Antrieb, Ihre Motivation offen. Und wenn Sie sich dann auch noch dazu konsistent verhalten, schafft das Vertrauen.

Damit der Mentor auch seinen Weg kennt und die Organisation den Pfad des Helden mitbegleitet, arbeitet man z.B. mit OKRs.

Der Mentor steht natürlich nicht mit leeren Händen da. So hilft er dem Helden unter anderem mit Leistungsangeboten. Um agil diese Produkte zu entwickeln, eignet sich zum Beispiel das Design Thinking (Podcast Teil 1, Podcast Teil 2, Einführungsartikel, Vertiefungsartikel). Aber auch klassische Methoden wie das House of Quality (Artikel, Podcast) können sinnvoll sein.

Natürlich müssen Sie sich überlegen, wie Ihr Mentor kommuniziert. Denn nur dadurch können Sie Ihre Zielgruppen, Ihre Helden erreichen.

Und natürlich müssen Sie auch schauen, dass Ihre Hilfe den Helden wirklich erreicht. Dafür brauchen Sie einen perfekten Vertriebskanalmix.

Damit Sie den Mentor mit einem funktionierendem Angebot ausstatten können, können Sie Ihr Geschäftsmodell mit dem Business Model Canvas challengen. Dafür gibt es viele erfolgreiche Beispiele.

Validieren Sie die Ergebnisse des Business Model Canvas quantitativ. Hören Sie und lesen Sie, worauf es dabei ankommt.

Reise

Unser Held steht vor einer Herausforderung. Um diese zu meistern, muss er natürlich aktiv werden. Er muss seine Widersacher mit Hilfe des Mentors überwinden, um seine Belohnung zu erhalten. Er muss sich bewegen. Und genau hier liegt der Kern Ihres Storytellings. Es ist die Heldenreise.

Wenn sich Ihr Held, der Kunde, auf die Reise begibt, muss er sein Verhalten ändern. Er passt dabei bestehende Routinen an. Helfen Sie ihm dabei mit Behavior Crafting. (Teil 1 hören, Teil 2 hören).

Gestalten Sie die Kundenreise so, dass Ihr Held/der Kunde gewinnt. Dafür ist die Journey nicht nur bis zum Kauf relevant. Auch der Reise nach dem Kauf hat einen entscheidenden Einfluss. Der korrespondierende Podcast hat zwei Teile (Teil 1, Teil 2).

Manchmal müssen (oder sollten) Sie die Reise ein wenig ausweiten. Nämlich immer dann, wenn dem Helden auf den Weg direkt noch weitere Dinge auf den Weg gegeben werden sollten. Wie das geht, können Sie hier und hier lesen und hier und hier hören.

Der Ansatz des Marketing Flywheels ist es, neue Kunden zu finden. Die sind so glücklich, dass sie wiederum neue Kunden gewinnen (Word-of-Mouth). Wäre es nicht toll, wenn Ihr Held noch weitere Helden für die Reise gewinnen kann?

Endlich angekommen – die Belohnung

Kurzfristige Erfolge

„Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“ Dieses überlieferte Zitat von Oscar Wild ist ein Schlüsselfaktor des Storytellings. So muss die Reise des Helden auch belohnt werden. Am besten unmittelbar. Der Ring ist geschmolzen, als Frodo ihn ins Feuer warf. Und auch unser Held bekommt eine unmittelbare Belohnung.

Es geht darum, das unmittelbar Erlebte zu etwas positivem zu machen. Im Rahmen der Produktvermarktung ist das nichts anderes als eine positive Customer Experience. Lesen Sie hier und hier, hören Sie hier und hier.

Bonus, Rabatt, Cashback – alles Instrumente, die den Kunden für sein Handeln unmittelbar belohnen sollen. Dabei kommt es immer darauf an, diese Anreize so zu gestalten, dass sie keinen negativen Einfluss auf langfristigen Erfolg des Helden oder zukünftige Reisen haben.

Langfristige Erfolge

Aber natürlich geht es bei einem guten Storytelling nicht nur um ein flüchtiges, positives Erlebnis. Der Held möchte eine Belohnung erhalten, die sich noch lange auswirken wird. Sauron und die Orks sollten weg sein. Und so sollte es auch in Ihrer Geschichte um einen langfristigen, nachhaltigen Erfolg gehen.

Während Sie im Customer Profile die Herausforderungen Ihres Helden identifizieren, zeigen Sie in der Value Proposition auf, wie Sie die Lust Ihrer Helden verstärken oder den Frust mindern.

Machen Sie aus ihrem Kunden einen Fan, keinen Gefangenen. Das gelingt über Kundenbindungsmaßnahmen. Dazu haben wir 2 Artikel mit allen wichtigen Informationen verfasst. Die lesen Sie hier und hier. Zum Nachhören empfehlen wir diese Podcastepisode und diese hier.

Verstetigung

Natürlich geht es bei Ihrem Storytelling auch um eine Moral aus der Geschichte. Etwas das bleibt. Eine dauerhafte Veränderung. Entweder hat sich die Umwelt Ihres Helden durch sein Handeln dauerhaft verändert oder er ein Verhalten dauerhaft verinnerlicht. Er ist somit auf einem höheren Level, von dem aus er sich auf das nächste Abenteuer vorbereiten kann.

Ihr Kunde hat Sie schätzen gelernt. Er weiß, was er an Ihnen hat. Und das soll dauerhaft so bleiben. Deswegen setzen Sie gezielte Programme ein.

Manchmal liegt die Lösung so nah. Aber typische Gewohnheiten von Kunden stehen einer Verhaltensänderung im Weg. Aber wenn Sie das Nutzverhalten Ihrer Kunden nachhaltig verändern konnten, wird dieses neue Verhalten zu einer neuen Gewohnheit.

Nachhaltiger Wandel kann nicht nur im Rahmen von Leistungsangeboten erzielten werden. Auch im Rahmen von Strategien ist das relevant.

Natürlich kommen nicht zwingend alle Methoden zum Einsatz. Und natürlich gibt es noch viel mehr Methoden. Je nach Aufgabenstellung setzen wir bei effektweit die Methoden ein, die am besten zu Ihnen und zu Ihrer Story passen. Wenn Sie erfahren möchte, welche Methode sich wann am besten nutzen lässt, kommen Sie gern auf uns zu. Doch auch hören wir gern Ihre Heldenreise und geben Ihnen professionelles Feedback. Nutzen Sie dafür gern direkt unser kostenloses Kennenlernen, das Sie hier buchen können.

Beispiele für Storytelling in Strategie, Marketing und Vertrieb

Im Marketing gewinnt Storytelling seit Jahren an Bedeutung. Doch wie lässt sich Storytelling im Business Bereich genau einsetzen? Hier drei Beispiele aus unserer Beratungserfahrung:

Strategieentwicklung (Strategy Telling)

Das Einsetzen des Storytelling Frameworks ist bei der Strategieentwicklung nicht so leicht. Wie Sie Ihre Story ausgestalten sollten, hängt vor allem davon ab, wem Sie die Geschichte erzählen wollen.

  • Die Ausgangssituation ist Ihre aktuelle Marktsituation.
  • Wer der Held ist, hängt davon ab, wem Sie die Geschichte erzählen wollen. Haben Sie die Strategie Top Down entwickelt und wollen Sie nun dem Team darbringen, dann ist Ihr Unternehmen, Ihr Team der Held. Sie als Führungskraft sind der Mentor. Entwickeln Sie die Strategie mit Ihrem Team, ist der Kunde der Held. Sie konzentrieren sich dann vor allem darauf, Ihre Rolle und Ihre Entwicklung als Mentor zu beschreiben.
  • Erschütterungen sind Veränderungen im Marktgeschehen und die sich daraus ergebenden Chancen und Risiken.
  • Widersacher können Wettbewerber aber auch fehlende Ressourcen, lähmende Strukturen oder eine ungünstige Kultur sein.
  • Die Reise sind strategische Pfade, die sie festlegen und die kurz- und langfristigen Erfolge die (messbaren) Ziele. Erfahren Sie hier im Podcast im Detail, wie Sie beim Strategy Telling vorgehen.

Markenentwicklung (Brandstorytelling)

„Eine gute Brandstory haucht Ihrer Marke Leben ein. Nur eines ist wichtig: Der Held ist nicht Ihre Marke!

  • Die Ausgangssituation ist das Leben Ihrer Zielgruppe ohne Ihre Marke. Sollten Sie bereits eine etablierte Marke haben, kann Ihre Marke auch bereits eingeschlossen sein. Allerdings dann bis zu dem Zeitpunkt, an dem Ihre Marke eine andere oder tiefere Rolle in dem Leben Ihrer Zielgruppe spielen soll.
  • Wir wissen: wir alle lieben unsere Marken. Aber sie sind nicht die Helden unserer Story! Es sind die Kunden.
  • Und natürlich muss es auch etwas geben, was unsere Helden erschüttert. Etwas, das sie dazu bringt, Ihr Verhalten ändern zu wollen oder zu müssen.
  • Und hier ist Ihre Marke zur Stelle. Sie ist der Mentor, der Ihren Kunden auf Ihrer Reise hilft. Und Sie müssen klar machen, a) warum Ihre Marke der perfekte Mentor ist und b) wie Sie auf der Reise helfen kann. Im klassischen Marketing wäre das die Positionierung. Worauf es bei der Markenpositionierung ankommt und wie sie sie zum Leben erwecken, hören sie hier, hier, hier, hier und hier.
  • Gegenspieler sind Ihre Wettbewerber, aber auch Menschen aus dem Umfeld Ihrer Kunden, die sie beeinflussen sowie eigene Unsicherheiten und innere Hürden.

Agenturbriefing

Natürlich sollten Sie davon ausgehen, dass die Agentur Ihnen ohnehin zuhören möchte. Sie zahlen ja schließlich für die Leistung. Aber Storytelling ist aus unserer Sicht eben in erster Linie kein Instrument sondern ein Framework. Und wenn Sie ihn für das Agenturbriefing nutzen, hilft es Ihnen, ein vollständiges Briefing abzugeben.

  • Im Hintergrund fassen Sie Eckdaten über Ihr Unternehmen, Ihre Positionierung und das Bezugsobjekt der Kampagne zusammen.
  • Beleuchten Sie Ihren Helden umfassend: Welches Verhalten sollen die Kunden zeigen? Nach welchen Benefits suchen sie?
  • Die Reise ist die Aufgabenstellung für die Agentur: Was sollen die Kunden tun? Was sind die Kernbotschaften? Was erwarten Sie von Konzeption, Kreation und Umsetzung? Stecken Sie den Budget- und Zeitrahmen ab.
  • Wie Sie den Erfolg der Agentur messen, sind Ihre kurz- und langfristigen Erfolge.
    Erfahren Sie hier im Podcast mehr darüber, worauf es im Agenturbriefing ankommt. Bei der Bewertung der Agenturleistung hilft Ihnen diese Episode.

Neben diesen Beispielen haben wir sehr gute Erfahrung mit Storytelling bei folgenden Anwendungen gemacht:

  • Marketing Management
  • Organisationentwicklung
  • Kampagnen, TV-Spots, Anzeigen
Kennenlernen Dr. Michael Stiller effektweit
Published On: 06. Mai 2022 / Kategorien: Blog, Cornerstone, Marke & Kommunikation, Marketing, Vertrieb / Schlagwörter: , , /

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