Empfehlen Sie diesen Artikel weiter:
LinkedIn
Xing
eMail
Twitter
RSS
INSTAGRAM

Anfang Januar ist das erste effektweit VertriebsKlima mit großer Resonanz gestartet. Beim Blick auf die Ergebnisse wird schnell klar: Für die Experten sind die Zeichen eher auf Regen gestellt. Dabei gibt es aber auch Lichtblicke.

Das effektweit VertriebsKlima ist an den Start gegangen, um die Stimmungen und Einschätzungen der Experten der Energieversorgungsbranche einzufangen und dadurch eine solide Grundlage für die Prognose vertriebs- und marketing-relevanter Entwicklungen der nächsten 12 Monate zu geben. Dieses Instrument macht sich die Erfahrung und das Wissen Vieler zu nutzen, um Einschätzungen zu den Rahmenbedingungen des Vertriebs, dem Kundenverhalten, dem Wettbewerbsverhalten sowie den Entwicklungen der eigenen Ergebnisse widerzuspiegeln. Die Methodik orientiert sich dabei an dem etablierten ifo Geschäftsklima. Teilgenommen haben sowohl Experten lokaler, regionaler als auch überregionaler Versorger.

In seiner ersten Ausgabe kann das VertriebsKlima leider nicht nur eitel Sonnenschein verkünden. Die Branche startet gerade auf den Heimatmärkten eher mit trüben Aussichten ins neue Jahr. So besteht über alle Teilnehmer hinweg die Tendenz, dass im Heimatmarkt die Kundenzahlen (Indexwert: -8%), die Absatzmengen (Indexwert: -54%) und die Rohmargen (Indexwert: -38%) sinken werden. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Als maßgeblichen Faktor für diese Entwicklung sehen die befragten Experten wohl vor allem die günstigen Preisen der Wettbewerber und die so – vor allem online – generierten Absätze. Deutlich freundlicher sehen die Befragten dafür die Entwicklungen außerhalb des Heimatmarktes. Insbesondere im Strom geht der größte Teil der Befragten von steigenden Kundenzahlen (Indexwert: +64%) und ein immer noch großer Teil von steigenden Absatzmengen (Indexwert: +33%) aus. Im Schnitt wird dadurch aber keine Steigerung der Rohmargen erwartet. Die treibende Kraft muss daher das Kalkül sein, dass man diesen neu gewonnen Kundenstamm zukünftig noch in seiner Wertigkeit entwickeln kann und sich darüber hinaus im Rahmen der Beschaffung Portfolio-Effekte realisieren lassen.

Über alle Märkte hinweg gehen die Befragten eher davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen verschärfen werden. Insbesondere außerhalb der Heimatmärkte gehen deutlich mehr Befragte davon aus, dass der Druck durch die Politik weiter steigen wird. Das gleiche gilt für die Einschränkungen aufgrund rechtlicher Vorgaben. Das verwundert nicht. Denn gerade in den hart umkämpften Märkten, in denen der Wettbewerbsvorteil der lokalen Verbundenheit und der Marktbekanntheit eine zumindest stark verringerte Rolle spielt, müssen zum Teil aggressive Marketing- und Vertriebsmaßnahmen gewählt werden, um erfolgreich zu sein. Da der ein oder andere Wettbewerber hierbei teilweise außerhalb des legitimen und legalen Rahmen agiert, stehen diese Aktivitäten natürlich unter besonderer Beobachtung des Gesetzgebers.

Auch was das Kundenverhalten betrifft, sind viele Befragte eher skeptisch. Auf allen Märkten gehen die Befragten mit einer starken Tendenz von steigenden Kündigerzahlen aus. Das überrascht ein wenig, zumal die meisten Vertriebe aktuell eher sinkende Kündigerzahlen vermelden. Ein Hinweis darauf, dass die aktuelle Situation die Marketing- und Vertrieb-Verantwortlichen nicht in Sicherheit wiegt. Eventuell lässt es sich auch damit erklären, dass die Befragten über alle Märkte eher davon ausgehen, dass die Wettbewerber die Preise senken werden. Aus Sicht der Befragten wird das vor allem dazu führen, dass die Wettbewerber ihren Onlineabsatz steigern. Doch es gibt auch Lichtblicke: So gehen die Befragten auf den Heimatmärkten tendenziell davon aus, dass die Zahl der Rückkehrer steigen wird. Außerhalb der Heimatmärkte gehen die Befragten eher von sinkenden Rückkehrerzahlen aus. Der Bedarf an Ökostrom und -gas nimmt aus Sicht der Befragten eher ab. Das deckt sich weitestgehend mit aktuellen Studien (vgl. Blogbeitrag).

Wenn auch Sie vom effektweit VertriebsKlima profitieren und die detaillierten Ergebnisse erhalten wollen, dann nehmen Sie doch einfach unter energie.vertriebsklima.de teil! Diese Erhebungswelle (2. Quartal 2015) ist bis zum 31. März geöffnet und die Teilnahme hat beim letzten Mal den Teilnehmern nur durchschnittlich 5:07 Minuten ihrer Zeit gekostet – sonst nichts. Sollten Sie noch nicht registriert sein, können Sie dies jederzeit unter register.vertriebsklima.de nachholen.

Empfehlen Sie diesen Artikel weiter:
LinkedIn
Xing
eMail
Twitter
RSS
INSTAGRAM