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Innovationen sind in der Branche eher selten. Und wenn, dann werden Sie häufig mit immensen Aufwand und in langen Zyklen entwickelt. Dabei müssen innovative Produktideen nicht zwingend selber entwickelt werden, um erfolgreich zu sein. So lassen sich durch gekonnten Ideendiebstahl Entwicklungszyklen verkürzen und Fehler vermeiden. Und dafür braucht man sich wahrlich nicht zu schämen.

Ideenklau als Strategie des Innovationsmanagements

Viele erfolgreiche Produktinnovationen sind in Wahrheit keine „echten“ Innovationen, sondern einfach sehr gut kopierte Produktideen (vgl. Artikel manager magazin). So hat mitnichten Apple die grafische Benutzeroberfläche für Computer erfunden. Sie haben genau diese bei Xerox kopiert – ebenso wie Microsoft diese wiederum bei Apple kopiert hat. Dies sind sicherlich Beispiel dafür, bei denen der Ideenklau sehr offensichtlich ist. Doch es ist gar nicht notwendig eine Idee 1:1 zu kopieren. Denn noch besser ist es eine gute Idee aus einem anderen Umfeld zu nehmen und sie auf ein neues Anwendungsgebiet zu transferieren. So sind gute Produktentwickler häufig auch nicht die Erfinder, die mit immer neuen Ideen aus dem Nichts Neues erschaffen. Sie sind einfach exzellente Logiker, die es verstehen, gute Produktideen aufzuspüren, um diese in ihre Einzelbestandteile zu zerlegen und die Erfolgsfaktoren herauszufiltern.

Auf diese Art klaut man nämlich nur das Gute, Erfolgreiche der jeweiligen Produktidee. So spart man sich Rückschläge bei der Entwicklung und der Markteinführung. Warum auch die Fehler machen, die andere bereits gemacht haben. Das bedingt aber auch, dass man sich nicht nur die fertige Produktidee als Ganzes anschaut. Vielmehr muss man diese regelrecht sezieren, um die erfolgreichen Konzeptbestandteile herauszufiltern. Welche Probleme der Kunden löst die neue Produktidee und gibt es ähnliche Probleme in unserer Zielgruppe? Auf welcher Basis wurde das entsprechende Produkt entwickelt und können wir eine ähnliche Basis bereitstellen? Wie wird dieses Produkt vermarktet und funktioniert dieses Vermarktungskonzept auch in unserer Zielgruppe? Und nicht zuletzt: Was hat bei der Produkteinführung nicht funktioniert und wie können wir diese Fehler vermeiden? Diese und weitere Fragen sind die Grundlage für einen guten Ideenklau.

Geeignete Ideen nicht nur in ähnlichen Branchen suchen

Zerlegt man Produktideen in ihre Einzelbestandteile hat dies noch einen weiteren Nebeneffekt. Der Transfer einzelner Bestandteile kann auch aus weit entfernten Branchen erfolgen. Denn es ist nicht nur die Telekommunikation oder die Versicherungsbranche, die innovative Ansätze für die Energiewirtschaft liefern können. So lassen sich sicherlich technologische Ansätze aus der Unterhaltungselektronik, Vermarktungsinnovationen aus dem Handel oder Bundlingkonzepte aus der Automobilwirtschaft übernehmen. Wichtig ist es hierbei, dass man sich über die Rahmenbedingungen (Wettbewerb, Nutzer, Produktumfeld sowie rechtliche Bedingungen) klar ist, in denen man sich selber befindet und in denen die Produktidee (bzw. deren einzelne Bestandteile) funktionieren. Ein Aspekt, der in der Energiewirtschaft leider allzu häufig ignoriert wird, wenn man neidisch auf die Produkte der Telekommunikation oder der Versicherungswirtschaft schaut.

Beginnen Sie also die Märkte nach möglichen Produktideen zu sondieren. Kopieren Sie von anderen Unternehmen, ohne deren Fehler nachzuahmen. Denn die Branche braucht Produktinnovationen, um langfristig überleben zu können.

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